Grateful Dead: Uncle Jerry‘s Band

by hendrik

1965. In Kalifornien, dem Epizentrum der Hippie-Bewegung, wird mit den Grateful Dead eine Band gegründet, die eine einzigartige Mischung verschiedenster Musikrichtungen spielt und zu einer der beliebtesten Live-Bands ihrer Zeit wird. Spätestens seit Woodstock sind die Grateful Dead im amerikanischen Sprachraum gut bekannt. In Deutschland dagegen werden sie so gut wie nie in den Musikzeitschriften erwähnt, was bei ihrer interessanten Geschichte und den vielfältigen musikalischen Wurzeln schwer nachvollziehbar ist.

Die Band war seit jeher eine ausgezeichnete Live-Band, was dazu führte, dass ihre Fans, die sich selbst Deadheads nennen, der Band auf den Tourneen durch ganz Amerika folgten und ihr Leben dem Rhythmus der Band anpassten. Die Deads nahmen dies zum Anlaß ihre Bühnenshows bei jedem Auftritt zu variieren um sie auch für die Dauergäster interessant zu halten. Das Interesse der Fans wurde außerdem durch improvisierte, oft minutenlange Jam-Sessions und Soli der Mitglieder aufrechterhalten.

Einzigartig ist die Beziehung zwischen Band und Fangemeinde. Die Grateful Dead haben sich stets um ihre Fans gesorgt, was so weit ging, dass sie den Mitreisenden teilweise sogar Essen besorgt haben und mehr Gratis-Konzerte gegeben haben als jede andere Band der Welt.

Vor diesem Hintergrund ist auch die Haltung der Band gegenüber Mitschnitten ihrer Konzerte zu verstehen. Innerhalb der Deadhead-Gemeinde gab es einige eifrige Taper, die die Konzerte mitgeschnitten haben. Dies war ausdrücklich erlaubt und wurde unterstützt, indem auf den Konzerten eigene Bereiche für die Taper eingerichtet wurden. Cool ist, dass es viele der Mitschnitte auch ins Internet geschafft haben und auf Archive.org zum kostenlosen Download angeboten werden.

Ein schönes Beispiel für die Musik der Grateful Dead ist dieses Live-Video zu Uncle John‘s Band aus dem Jahre 1980: